Ziel-Ort Hamburg, Russische Kinotage, Austellung und Fenissage
24.04.2010 19:00 - 02.05.2010 21:51
24. April 2010 um 19:00 Uhr in Metropolis, Steindamm . . .
I M P R O G R A M M:
Ausstellungen “Ziel – Ort Hamburg” von Rudolf Giesselmann,
„Hamburg – unser Zuhause“ von Alex Hildenberg
Begrüßung, Ansprachen, Grußworte
Instrumentalmusik: Akkordeon, Domra, Balalajka, Gitarren
Russlanddeutsche Folklore: Katharina Fast
Deutsch-russische Lieder: Chor „Hoffnung“
Tänze: Tanzgruppe „Mania“
Film „Auf nach Sibirien“ im Auftrag von WDR
Julia Lamert, 26, hielt es genau fünf Jahre in Deutschland aus. In Kasachstan geboren und aufgewachsen, fand sie "die Ordnung und die Sauberkeit schon gut". Aber seit sie sich in den Russlanddeutschen Wowa Werner, 35, verliebte, wurde bei ihr die Sehnsucht nach Natur und Freiheit immer stärker. Gemeinsam beschlossen sie, im schönsten Teil Sibiriens ein neues Leben anzufangen, nach ihren eigenen Regeln und möglichst nah an der wilden Natur. Sie fühlten sich hin- und hergerissen zwischen den Kulturen. Frohen Mutes packen Wowa und Julia Auto und Anhänger und tuckern mit 80 km/h in Richtung Osten, 7000 km weit. Teilweise im Winter bei eiskalten Temperaturen gedreht, berichtet die Dokumentar-Reportage über eine Reise nach Sibirien – voller Erwartungen, Hoffnungen und Träume über das neue Leben, beim Ausstieg aus der Zivilisation
Gespräch mit Eduard Botchanov (Aufnahmeleiter) und Karsten Kaub (Kameraman)
25 April Kino-Tag
Alexander Rastorgujev (geb. 1971) hat die St. Petersburger Akademie der Theaterkunst absolviert. Zur Zeit lebt er in Rostov-am-Don. Sein Dokumentarfilm „Auf Wiedersehen, Jungs“ galt 1997 als bestes Kinodebüt in Russland.
„Chisty chetverg“ (Gründonnerstag) Russland 2003 45min
Ein alter Dampflok in der Nähe von Groznyj in Tschetschenien wird von russischen Soldaten als „Banja“ (russische Sauna) und Waschsalon genutzt. Grenze zwischen Krieg und Frieden? Nackte Wahrheit? Jeder, der in den Krieg einstieg wird ein anderer Mensch. Die mobile Wascheinheit ist gleichzeitig Soldaten-Herberge, ein Teil von dem friedlichen Leben und der Anfang von einem neuen Weg. Was unterscheidet die Filme von Alexander Rastorujev von anderen Proben des naturalistischen Films? Das fundamentale Regie-Talent. Rastorgujev besitzt diese physiologische Eigenschaft die deutliche Dramaturgie der Realität zu sehen. Der Film eröffnet eine Reihe von Dokumentarfilmen des russischen Regisseurs zu der Foto-Vernissage
Gespräch mit dem Autor A. Rastorgujev
28 April Kino-Tag
„Zhar neznyh. Dikij, dikij pljazh“ (Hitze der zärtlichen. Wilder, wilder Strand) Russland 2005 124min.
Aleksander Rastorgujev stellt wieder die Frage, die Albert Camus formuliert hat: ob es möglich ist ein Heiliger ohne Gott zu sein - und dreht einen unumstrittenen Film über russische Liebe. Der Film eröffnet eine neue Genre des russischen Dokumentarfilms – menschliche Tragikomödie im gegenwärtigen Sinne des Wortes. Es ist eine Erforschung der Welt mit einem unberechenbaren Resultat – eine Reihe miteinander verbundenen Geschichten aus dem Alltag einer Küste, was im Sommer Menschen anlockt, die sich keine teure „zivilisierte“ Urlaub leisten können. Das Schicksal mehrerer Persönlichkeiten wird mittels vielerlei Doku-Stilrichtungen erzählt: von Interview über versteckte Kamera bis hin zu Provokation und schockierenden Szenen.
2 Mai 2010 Finissage um 19:00 Uhr
Artgalerie: Elena Turbina, Nina Krutikova, Kristina Batina
Klavierspielerin: Ekaterina Dubkova
Tanzperformance vom Theater-Atelier „Rimmino“
Film:
"Der Kontrakt", 52 Min.
Ein 54-jähriger Lebensmittel-Geschäftsmann aus einer russischen Provinzstadt geht auf die Suche nach einer Partnerin fürs Leben. Auf seine Zeitungsannonce für die Stelle einer Sekretärin und Freundin mit 600 US-Dollar Monatsgehalt melden sich etwa 200 Frauen. Was wird aus so einem Deal? Wie hoch wird der wirkliche Preis einer derartigen "Familie" sein? Wo liegt die Grenze zwischen der menschlichen Ohnmacht und der Allmacht des Geldes? Der Film erzählt über die tiefsten sozialen Konflikte des modernen Russlands und ist zugleich eine lyrische Story, ein spannendes Dokument über die menschliche Seele
Zum Schluss DJ-Golubchykov mit RockFront-Party.